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Beispiel Spekulationssteuerzahlung trotz geringerem Verkaufspreis

Auch wenn der Verkaufserlös rechnerisch geringer als der seinerzeitige Kaufpreis war, kann ein Spekulationsgewinn vorliegen.

Finanzamt berücksichtigt beim Veräußerungsgewinn sämtliche Abschreibungen

Sind die Abschreibungen hoch, kann es zu einem positiven Veräußerungsgewinn kommen. 

Berechnungs-Grundlage des Finanzamtes: die Differenz zwischen Verkaufserlös und dem “fiktiven Buchwert” (= Anschaffungskosten minus der vorgenommen Abschreibungen) und eben nicht dem seinerzeitigen Kaupreis. 

 

Beispiel aus “Vermögen bilden mit Immobilien” von Rainer Zitelmann, 2. Auflage, Seite 90 f.

Hier in Tabellenform dargestellt:

 

Aktion Zeitpunkt EUR
Rechnung – Verkäufer    
Kauf einer ETW in Berlin  1999 200.000,-
Aufteilung Gebäudeanteil demnach   175.000,-
Sonderabschreibungen von 50 %  1996-1997   87.500,-
Lineare Abschreibung von 2 % p.a.                                                          1999-2008   31.500,-
Verlustreicher Verkauf  2008 180.000,-
Rechnerischer Verlust demnach     20.000,-
     
Rechnung Finanzamt     
Kaufpreis einer ETW in Berlin 1999 200.000,-
minus sämtlicher Abschreibungen (Sonder – Afa und linear)   119.000,-
Fiktiver Buchwert     81.000,-
Verlustreicher Verkauf 2008 180.000,-

 minus fiktivem Buchwert

 

  81.000,-

zu versteuernder Veräußerungsgewinn  

 99.000,-

 

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